Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz
Wege der Verständigung: Partnerschaften als Mittler
des Deutsch-Russischen Dialogs

Die XV. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz fand vom 25. – 28. Juni 2019 in Düren statt. Der Freundeskreis Heidelberg – Simferopol war durch die Vorsitzende Magdalena Melter und sieben weitere Mitglieder vertreten.

Die Städtepartnerkonferenz wurde zum ersten Mal nicht von einer einzelnen Stadt, sondern von einer Region, dem Kreis Düren, ausgerichtet. Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren, und seinen Mitarbeiter/innen sei an dieser Stelle ausdrücklich für die hervorragende Organisation gedankt.

Auftakt der Veranstaltung war eine Kranzniederlegung zu Ehren sowjetischer Zwangsarbeiter am Gedenkstein in Aachen. Auch die feierliche Eröffnung fand in Aachen im Krönungssaal des Rathauses statt. Alle Festredner betonten die Wichtigkeit der Weiterentwicklung der deutsch-russischen Beziehungen, so sei die Zusammenarbeit zwischen den russischen und deutschen Organisationen und das Engagement auf bürgerschaftlicher und kommunaler Ebene von großer Bedeutung.

Die Festansprache hielt Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Grußworte kamen u.a. von Dr. Michail Schwydkoj, Sonderbeauftragter des Präsidenten der Russischen Föderation für internationale kulturelle Zusammenarbeit, Außenministerium der RF, und  von S. E. Sergej J. Netschajew, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Russischen Föderation.

Die eigentliche Arbeitstagung begann am zweiten Tag mit einer Podiumsdiskussion „Quo vadis deutsch-russische Beziehungen?“ in Düren. Die Diskussion verlief nach den üblichen Ritualen, die anschließenden Fragen aus dem Publikum machten jedoch klar, dass die offizielle Linie der deutschen Außenpolitik von den meisten Teilnehmern nicht geteilt wurde. So bekamen die Beiträge der Tagungsteilnehmer zur Krim-Frage, die dem Narrativ der deutschen Außenpolitik von der „Annexion“ der Krim, widersprachen, großen Beifall. Dirk Wiese, Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft, Auswärtiges Amt, ging auf die an ihn gestellten Fragen nicht ein. Nach allgemeinen Ausführungen zum Verhältnis Russland – Deutschland  verdeutlichte er die Haltung des Auswärtigen Amtes durch ein Statement, dass man sich nur in der Uneinigkeit einig sei.

Um auf das Problem der Partnerschaften deutsch -russischer/krimäischer Städte aufmerksam zu machen, verfasste und verteilte die West-Ost-Gesellschaft in Baden-Württemberg ein Flugblatt, in dem auf die humanitären Auswirkungen der deutschen Sanktionen gegen die Krimbewohner hingewiesen wird.

——————————————————————————–
Zum Flugblatt
der WOG in Baden-Württemberg
Erläuterungen zum Flugblatt
Liebe Freunde und Mitglieder,
in dem Flugblatt „Krim – Auswirkungen der Sanktionen auf die Krim-Bewohner“ werden die Auswirkungen der Sanktionen der Europäischen Gemeinschaft auf die Bevölkerung der Krim thematisiert. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die West-Ost-Gesellschaft in Baden-Württemberg e. V. (WOG). Die WOG ist eine Dachorganisation, in der viele Gesellschaften und Vereine Süddeutschlands  Mitglied sind, auch unser Freundeskreis Heidelberg – Simferopol e. V. ist Mitglied. Der Freundeskreis unterstützt die Aktion „Krim – Auswirkungen der Sanktionen auf die Krim-Bewohner“ ausdrücklich.
Um Unterstützung bitten wir auch Sie, liebe Freunde und Mitglieder. Bitte unterschreiben Sie nach Möglichkeit den Aufruf, der sich an die Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Maas richtet, und senden ihn an:

West-Ost-Gesellschaft in Baden-Württemberg e.V. (WOG)
Hauptstr. 34, 76703 Kraichtal (verantwortlich i. S. d. P.) http://www.russlandbruecke.de

oder gleich direkt an:

Frau Bundeskanzler Angela Merkel, Kanzleramt, Willy-Brandt-Str. 1, 10557 Berlin
Herrn Bundesminister Heiko Maas, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin
——————————————————————————————–
Am Nachmittag tagten sieben Arbeitsgruppen, die sich mit Fragen der Stadtentwicklung, der Förderung des Friedens und der Zusammenarbeit auf wissenschaftlichem, medizinischem und kulturellem  Gebiet befassten. Die Zusammenarbeit zwischen den russischen und deutschen Teilnehmern auf dieser bürgerschaftlichen und zwischenmenschlichen Ebene war erfolgreich und harmonisch.

Der Landrat des Kreises Düren, Wolfgang Spelthahn,  brachte in seinem Schlusswort die Situation auf den Punkt: Auf der bürgerschaftlichen Ebene sei man sich einig, dass man Freundschaft mit Russland wolle.
Helgard Lörcher

Weitere Informationen zur Podiumsdiskussion und Interviews:

Podiumsdiskussion am 26.06.2019 „Quo vadis deutsch-russische Beziehungen?“   Jörg Tauss (unten links am Mikrofon), ehemaliger Bundestagsabgeordneter, Statement zur Krim

Gedenkstein für sowjetische Zwangsarbeiter, Westfriedhof II, Aachen

Die Teilnehmer/innen auf dem Weg zur Kranzniederlegung für die sowjetischen Zwangsarbeiter

 

 

Werbeanzeigen